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Wo liegen die Möglichkeiten und Grenzen evidenzbasierter Politikberatung in pandemischer Zeit?

Wo liegen die Möglichkeiten und Grenzen evidenzbasierter Politikberatung in pandemischer Zeit?

© Sven Lorenz/RWI
Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph M. Schmidt ist seit 2019 Ehrendoktor der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Leibniz Universität Hannover

Wirtschaftspolitisches Gespräch mit Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph M. Schmidt am 13. Januar 2021

Soforthilfen, Rettungsschirme, Konjunkturprogramme – im Kampf gegen die Corona-Krise hat der Staat Milliarden ausgegeben. Politische Entscheidungsträger wünschen sich oft klare Empfehlungen und absolute Gewissheit, welche Auswirkungen eine neue Weichenstellung haben wird. Kann die evidenzbasierte Politikberatung diese Sicherheit bieten?

Wissenschaft beruht im konstruktiven Sinne auf Skepsis – steht also im kontinuierlichen Wettbewerb um besseres Wissen. Sie kann daher lediglich wissenschaftlich fundierte Empfehlungen aussprechen und Handlungsoptionen auf dem besten Stand des Wissens ausleuchten.

Wissenschaftler sind keine Politiker, auch wenn sie Politik und Gesellschaft beraten. Umso wichtiger ist es, dass sie ihre Rolle richtig einordnen, denn wenn Wissenschaft Teil der politischen Aushandlungsprozesse wird, verliert sie ihre Unabhängigkeit.

Mit Christoph M. Schmidt gibt am 13. Januar 2021 ab 15.00 Uhr ein ausgewiesener Experte Einblick in wissenschaftliche Politik- und Gesellschaftsberatung. Seit 2002 Präsident des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen und zugleich Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftspolitik und angewandte Mikroökonomik an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum, war er von 2009 bis 2020 Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und von 2013 bis 2020 dessen Vorsitzender. Eine Zeit, über die er selbst bilanzierte: „Die Mitarbeit im Sachverständigenrat ist eine einmalige Chance, vergleichsweise wirkungsvolle Beiträge an der Schnittstelle zwischen ökonomischer Forschung und wirtschaftspolitischem Diskurs zu leisten. Ich habe diese Jahre als eine unheimliche Bereicherung empfunden. Was könnte man als Wissenschaftler mehr wollen?“

Gastgeber und Moderator der einstündigen virtuellen Diskussionsrunde sind der Förderverein für Wirtschaftswissenschaften der Leibniz Universität Hannover e. V. und Prof. Dr. Stephan L. Thomsen, Institut für Wirtschaftspolitik der LUH. Die Initiatoren freuen sich auf eine lebhafte, digitale Diskussion.

Bitte melden Sie sich unter info@ffw.uni-hannover.de an, um die Zugangsdaten zum Diskussionsforum zu erhalten. Fragen an Prof. Schmidt können schon vor der Veranstaltung an die gleiche Adresse gesandt werden. Weitere Informationen finden Sie hier. (Link zum Flyer)

 

Autorin: Birgitt Baumann-Wohlfahrt