Am 13. und 14. März verwandelte sich das Foyer der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät am Conti Campus in einen außergewöhnlichen Konzertort: Mit ihrem Format „Schattenkonzerte“ brachte das „Orchester im Treppenhaus“ klassische Musik und persönliche Erfahrungsberichte zusammen. In der Ausgabe „Sichtbar unsichtbar“ erzählten ein Mann und eine Frau aus Polen – geschützt durch eine Leinwand und nur als Schatten sichtbar – von ihren Erfahrungen als sogenannte mobile Arbeiter*innen auf dem Bau und in der Pflege in Deutschland.
Ihre eindringlichen Berichte über Ausbeutung und Entrechtung wurden musikalisch von einem Kammerensemble des Orchesters begleitet, unter anderem mit Werken von Alexander Glasunow und Bryce Dessner. Die Verbindung aus Musik und persönlichen Geschichten schuf eine bewegende Atmosphäre, die das Publikum spürbar berührte.
Die beiden ausverkauften Abende zeigten eindrucksvoll, wie Kunst Räume öffnen kann – für das Zuhören, Nachdenken und den gesellschaftlichen Dialog. Als Gastgeberin freuen wir uns, dass unsere Fakultät ein Ort für solche Formate ist und bleiben auch künftig offen für Veranstaltungen, die aktuelle gesellschaftliche Themen sichtbar machen und zur Diskussion anregen.
Autorin: Birgitt Baumann-Wohlfahrt