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Major: Health Economics

Major-Verantwortlicher: Prof. Dr. Graf von der Schulenburg, Anfragen bitte an Herrn J. Zeidler

Gegenstand des Majors

Das Gesundheitswesen ist weltweit eine der wachstumsstärksten Branchen. Mit rund 4,6 Millionen Beschäftigten, davon ca. 1,4 Mio. Teilzeitbeschäftigten, ist es beschäftigungspolitisch sogar von größerer Bedeutung als die Automobil- und Metallindustrie, der Maschinenbau und die elektrotechnische Industrie in Deutschland zusammen. Die Bedeutung dieses Sektors wird in Zukunft zudem durch Faktoren wie demographischer Wandel und medizinisch-technischer Fortschritt noch weiter zunehmen. Dabei ist das Gesundheitswesen äußerst heterogen strukturiert: Die Spannweite reicht vom Ein-Personen-Pflegedienst über Großkliniken oder Krankenkassen mit mehreren tausend Mitarbeitern bis hin zu multinationalen Konzernen im stationären oder pharmazeutischen Bereich mit mehr als 100.000 Beschäftigten. Das Gesundheitswesen weißt zudem eine Reihe von Marktbesonderheiten auf, welche Analysen in diesem Sektor besonders interessant machen.

Zielsetzung

Im Rahmen des Masterstudiengangs Health Economics sollen die Studierenden sowohl die theoretischen Erklärungsansätze für die Interaktion auf Gesundheitsmärkten kennen lernen, ein tiefes Verständnis der heutigen Ausgestaltung der Gesundheitssysteme erzielen und die wichtigsten Methoden der gesundheitsökonomischen Evaluationsforschung in ihrer Tiefe anwenden.

Inhalte

 Der Studiengang gliedert sich insgesamt in vier Module:

  • Theoretische Gesundheitsökonomik
  • BWL im Gesundheitswesen
  • Gesundheitspolitik und -systemvergleich
  • Empirische Gesundheitsökonomik

Im Rahmen des ersten Moduls werden das Gut Gesundheit und das Gesundheitswesen mit wirtschaftswissenschaftlichen Methoden untersucht sowie Angebots- und Nachfragemechanismen analysiert. Zudem werden die Studierenden institutionelle Kenntnisse über Sozialversicherungen und alternative Arrangements erlernen und über Argumente für und gegen Sozialversicherungen aus verteilungstheoretischer und politökonomischer Perspektive diskutieren. Im zweiten Modul werden die betriebswirtschaftlichen Anforderungen an das Management von Unternehmen im Gesundheitswesen aufgrund der systemischen Besonderheiten thematisiert. Die unterschiedliche Gestaltung der internationalen Gesundheitssysteme und deren Auswirkung auf die im Gesundheitswesen agierenden Institutionen (Modul drei) werden die Studierenden ebenso vertieft kennen und verstehen lernen.
Neben den theoretischen Methoden bestimmt die gesundheitsökonomische Evaluationsforschung als empirisches Forschungsgebiet maßgeblich die wissenschaftliche und auch gesundheitspolitische Diskussion. Im Rahmen des empirischen Moduls sollen die Studierenden daher eigenständige Evaluationen und Auswertungen durchführen und bewerten.

Der Major Health Economics wird von Prof. Graf von der Schulenburg (Institut für Versicherungsbetriebslehre) in Zusammenarbeit mit Prof. Wagener (Institut für Sozialpolitik) gestaltet. Außerdem werden Persönlichkeiten aus der Wirtschaft wie z.B. Prof. Klusen, Vorstandsvorsitzende der Techniker Krankenkasse, als Referenten in dem Major tätig sein.

Aufbau

ArtModulLehrveranstaltungenPrüfungs-
leistung
Leistungs-
punkte
Institut
Pflicht-
module
Theoretische Gesundheits-
ökonomik
Grundlagen der Gesundheits-ökonomik (2 V)Klausur 90 min9Versicherungs-
betriebslehre
Theorie der Sozialversicherung (2 V)Sozialpolitik
Empirische Gesundheits-
ökonomik
Gesundheits-
ökonomische Evaluation und Sekundärdaten-analyse (2 V)
Klausur 60 min5Versicherungs-
betriebslehre
BWL im Gesundheits-
wesen
BWL im Gesundheits-
wesen (2 V)
Klausur 60 min5Versicherungs-
betriebslehre
Gesundheits-politik und -systemvergleichSeminar Gesundheitspolitik und -systemvergleich (2 V)Seminar-leistung5Versicherungs-
betriebslehre