Die deutsche Wirtschaft steckt weiterhin in einer Flaute. Ursache für die schwache Entwicklung ist vor allem der Verlust an Wettbewerbsfähigkeit, besonders in der Industrie. „China tritt zunehmend als Konkurrent für deutsche Industrieprodukte auf“, heißt es im Herbstgutachten des Sachverständigenrates, das der Öffentlichkeit am 12. November unter dem Titel „Perspektiven für morgen schaffen – Chancen nicht verspielen“ präsentiert wurde. Auf 400 Seiten zeigen die fünf Wirtschaftsweisen, wo es hakt und was jetzt getan werden muss.
Die deutsche Wirtschaft verliere im internationalen Wettbewerb an Stärke und die Politik habe bisher zu wenig Antworten gefunden. Außerdem würden die Exporte unter dem starken Euro und der unberechenbaren Handelspolitik der USA leiden. Weitere Probleme seien die alternde Bevölkerung und die geringe Produktivitätssteigerung. Nach zwei Jahren Rezession rechnen die Wirtschaftsweisen für 2025 nur mit einem Miniwachstum von 0,2 Prozent, 2026 könnte es auf 0,9 Prozent steigen. Ein kleiner Lichtblick: Die Inflation dürfte mit rund 2,2 Prozent stabil bleiben.
Professor Dr. Martin Werding, seit 2022 Mitglied des Sachverständigenrates, ist am 20. November zu Gast in Hannover, um das Gutachten persönlich vorzustellen. Interessierte sind ab 16.00 Uhr im Saal H012 des Bildungsvereins Arbeit und Leben Niedersachsen e. V., Arndtstraße 20 in 30167 Hannover, herzlich zu seinem Vortrag und dem anschließenden informellen Austausch bei Imbiss und Getränken eingeladen.
Die Veranstalter bitten um Anmeldung mit Hilfe des QR-Codes / Links in der Einladung.
Autorin: Birgitt Baumann-Wohlfahrt