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Vertiefungsfach Operations Management

Für Studierende im Masterstudiengang Wirtschaftswissenschaft mit 4 Semestern Umfang ist die in der Tabelle enthaltene Einteilung in obligatorische und fakultative Module bzw. Seminare nicht relevant, da jedes Modul als Wahlpflichtmodul belegt werden kann.

Aufbau

SoSe 2017

WS 17/18

SoSe 2018

WS 18/19

Pflichtmodul (PO 2012)

Stochastische Modelle in Produktion und Logistik (Stochastic Models)

X

 

X

Seminar

Seminar zu Produktionswirtschaft

 

 

 

Seminar zum Operations Management

X

X

X

X

Fakultative
Module / Wahlpflichtmodule
1

Manufacturing Systems Modeling and Analysis (Gestaltung industrieller Produktionssysteme)

 

X

 

X

Operations Research2

X

 

X

X

Gestaltung industrieller Produktionsprozesse

X

 

X

Modellierung und Lösung betriebswirtschaftlicher Optimierungsprobleme mit GAMS / Optimization Modeling with GAMS

X

 X

X

Implementierung von Optimierungsheuristiken des Operations Research

X

 

Logistik

X

 

X

Prognoseverfahren für Produktion und Logistik

 

 

 

Kooperatives Produktengineering (KPE)3

 

X

 

X

Data Analytics

X

X

X

1 Voraussichtliches Angebot

2 M. Sc. WiIng (PO 2012) können dieses Modul nicht belegen, da es zum Pflichtprogramm des Masterstudiums (vgl. Anlage 3 PO) zählt.

3 M. Sc. WiIng (PO 2012) können dieses Modul im Rahmen des technischen Vertiefungsfaches (ggf. in Kombination mit dem Studium Generale) belegen. Eine Anrechnung im Vertiefungsfach Operations Management /Produktionswirtschaft ist für M. Sc. WiIng (PO 2012) nicht möglich.


Gegenstand

Die Operations Management beschäftigt sich als Teilgebiet der Betriebswirtschaftslehre aus einer entscheidungsorientierten Sicht mit den Prozessen und Strukturen der Leistungserstellung in Betrieben. Zu den zahlreichen Fragen, mit denen man sich im Operations Management beschäftigt, gehören z.B. die folgenden: Wo sollte der Standort eines neuen Produktionswerks liegen? Welche Produkte sollten dort für welche Märkte hergestellt werden? Wie sollte man ein Fließband strukturieren, mit dem man ein Produkt in großen Stückzahlen herstellen will? In welcher Reihenfolge sollten die Fahrzeuge eines Paketdienstes die verschiedenen Kunden anfahren? Wieviele Agenten sollte man zu welchem Zeitpunkt in einem Call Center einsetzen? Wie sollte man den Stundenplan einer Schule oder einer Universität gestalten? Wann sollten welche Behandlungen in einem Krankenhaus stattfinden?

Zielsetzung

Das Ziel der Ausbildung besteht einerseits darin, die Gesetzmäßigkeiten und Mechanismen bedeutender Formen der betrieblichen Leistungserstellung kennenzulernen und die damit verbundenen Entscheidungsprobleme mit wissenschaftlichen (insbesondere mathematischen) Methoden lösen zu können. Es steht also die Einsicht in die mathematische Problemstruktur im Vordergrund. Das Fach richtet sich an alle, die gerne mathematisch arbeiten und Freude an Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik haben. Die Lehrveranstaltungen werden sukzessive auf die englische Sprache umgestellt.

Inhalte

In der Veranstaltung »Stochastic Models« (in englischer Sprache) werden zunächst die Grundbegriffe und grundlegenden Gesetze der Wahrscheinlichkeitsrechnung wiederholt und die für Anwendungen der Produktion und Logistik wichtigen Wahrscheinlichkeitsverteilungen besprochen. Anschließend werden sehr ausführlich die grundlegenden Markow-Modelle der Warteschlangentheorie hergeleitet und in ihrer Anwendung gezeigt.

Die Veranstaltung »Operations Research« (Pflichtveranstaltung im Studiengang »Wirtschaftsingenieur«, in englischer Sprache) behandelt Algorithmen der Optimierungsrechnung für lineare, ganzzahlige und nicht-lineare Optimierungsprobleme, die zur Lösung von Entscheidungsmodellen herangezogen werden.

In der Veranstaltung »Manufacturing Systems Modeling and Analysis« (in englischer Sprache) steht die Analyse von Produktionssystemen mittels analytischer stochastischer Modelle im Vordergrund.

Die Veranstaltung »Gestaltung industrieller Produktionsprozesse« betrachtet elementare Prognoseverfahren, grundlegende Probleme und mathematische Entscheidungsmodelle der dynamischen Programmplanung in Supply Chains, der Losgrößen- und Reihenfolgeplanung sowie der Projektplanung und Grundzüge von Advanced Planning Systemen.

In der Veranstaltung »Logistik« werden Standortentscheidungen, Entscheidungen über Transporte, Rundreisen und Touren sowie stochastische Lagerhaltungspolitiken betrachet.

In der Veranstaltung »Modellierung mit GAMS« wird die Modellierung algebraisch spezifizierter Entscheidungsmodelle mit einem kommerziellen Modellierungssystem geübt.

Über diesen Kanon regelmäßig angebotener Fächer hinaus werden nach Möglichkeit weitere Veranstaltungen insbesondere zum kooperativen Produktengineering angeboten.

Bezug zu anderen Fächern

Das Vertiefungsfach »Operations Management« lässt sich mit verschiedenen Fächern sinnvoll kombinieren. Falls Sie vorhaben, das Fach als Ihr »erstes« Fach zu studieren und sich auch mit dem Gedanken tragen, im Master-Studium den darauf aufbauenden "Major" »Operations Research and Management« zu vertiefen, dann spricht viel dafür, zusätzlich die Fächer »Controlling« und »Wirtschaftsinformatik« zu wählen. Im »Controlling« lernen Sie viel über formale Steuerungssysteme der Unternehmensführung und in der »Wirtschaftsinformatik« behandeln Sie die IT-Systeme, ohne die eine moderne »Produktionswirtschaft« nicht arbeiten kann.

Generell eignet sich das Fach »Operations Management« besonders gut zur Kombination mit den folgenden Fächern:

  • Controlling
  • Wirtschaftsinformatik
  • Wirtschaftstheorie
  • Statistik

Basisliteratur

Helber, Stefan: Operations Management Tutorial, Hildesheim 2014, ISBN 978-3-00-046918-3 (diverse Exemplare in der Standortbibliothek am Conti-Campus vorhanden und ausleihbar, ferner auch als eBook verfügbar)