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Vertiefungsfach Wirtschaftsinformatik

Aufbau

Das ökonomische Vertiefungsfach umfasst im Masterstudiengang Wirtschaftsingenieur (3 Semester) 24 Leistungspunkte. Aufgrund der Neustrukturierung der ökonomischen Vertiefungsfächer im Bachelorstudiengang Wirtschaftswissenschaft ab Sommersemester 2015 gilt für das ökonomische Vertiefungsfach folgende Übergangsregelung bei Studienbeginn im Master zum Sommersemester 2015 und Sommersemester 2016:

  • 1 Pflichtmodul à 5 Leistungspunkte im 1. Semester
  • 1 Seminar à 4 Leistungspunkte während 1.-3. Semester
  • 3 Wahlpflichtmodule (fakultative Module) mit insgesamt 15 Leistungspunkten während 1.-3. Semester

Bitte beachten Sie, dass sich der Titel des jeweiligen Pflichtmoduls im ersten Semester im Vergleich zur PO 2006 durch die Neustrukturierung zum Teil leicht geändert hat. Bitte orientieren Sie sich an den Bezeichnungen gemäß PO 2012, die Anmeldung erfolgt mit den Bezeichnungen gemäß PO 2006.

SoSe 2017

WS 17/18

SoSe 2018

Pflichtmodul (PO 2012)

Informationsmanagement und Informationssysteme

X


X

Seminar

Seminar: Audit Go!

X

 

X

Seminar: Energie- und Mobilitätsforschung und -informatik

X

 

 

Seminar

 

X

X

Fakultative
Module / Wahlpflichtmodule
1

Business Intelligence und Big Data Analytics

 

X

 

SAP Grundkurs (Geschäftsprozessmodellierung am Beispiel SAP ERP 6.0)

X

X

X

SAP Fortgeschrittenenkurs (Module PP, CO,
FI und HCM)

X

 

X

Mobile Business

X

X

X

Operations Research

X

X

Forschungsprojekt

X

X

X

Informationsverarbeitung in Dienstleistungsbetrieben

X

 

X

Hannover Finance Symposium (HFS)

 

X

 

IT-Projektmanagement

 

X

Transformation des Energiesystems

 

 X

 

Geschäftsprozessmanagement

 

 X

 

Enterprise Architecture Management und Unternehmensdigitalisierung

 

 X

 

1 Voraussichtliches Angebot


Gegenstand

Wirtschaftsinformatik (WI) und Informationsmanagement (IM, stärker BWL orientiert) beschäftigt sich mit Informations- und Kommunikationssystemen (IS) in Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung und auch in privaten Haushalten. Im Mittelpunkt stehen Unternehmen und Menschen mit ihren Informationsbedürfnissen, die durch IS und IM sinnvoll befriedigt werden müssen. Vollautomatische, global vernetzte IS und globales IM werden immer wichtiger. Im Zeitalter der Wissens- und Informationsgesellschaft dürfen IS weder zu wenige, noch zu viele Informationen liefern und sie müssen Informationen geeignet aufbereiten und speichern (Informationslogistik). Als interdisziplinäre Querschnittsfächer sind WI und IM zwischen BWL, angewandter und praktischer Informatik und auch Mathematik angesiedelt. Wirtschaftsinformatiker beschäftigen sich mit der Analyse, Konzeption, (Weiter)Entwicklung, Einführung, Nutzung, Wartung und Pflege von IS sowie mit der bedarfsgerechten Informationsversorgung für Unternehmen und Menschen basierend auf Geschäfts- und Unternehmensprozessen. IS und IM sind heute eine „conditio sine qua non“ in allen Bereichen moderner Unternehmen, z.B. Controlling, Marketing, Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung, insbes. IT-Prüfung, Produktion, Personal oder Management, aber auch in allen Branchen, insbes. in Banken, in Versicherungen und in Dienstleistungsunternehmen. WI und IM unterliegen - wie auch alle anderen Bereiche der IT und EDV - einem permanenten und raschen Wandel: Das Forschungs- und Lehrprofil am IWI ist deshalb einerseits sehr praxisrelevant und andererseits sehr dynamisch.

Zielsetzung

Im Rahmen des Wahlpflicht-, Vertiefungs- bzw. Anwendungsfaches WI bzw. IM sowie in den relevanten Majors des Masterstudiums werden Bachelor und Master Studierenden Kenntnisse und Fertigkeiten zu neuen Informationstechnologien (IT), zu Standardsoftware wie SAP, zu modernen Geschäftsprozessen, zu Organisationsstrukturen bei der Verarbeitung, Speicherung und Übertragung von Informationen, zu Geschäftsmodellen und Wirtschaftlichkeitsanalysen, aber auch zum IT-Projektmanagement vermittelt. Schwerpunkte sind dabei die Analyse, die Konzeption, die Entwicklung und der Einsatz von IS bzw. IM, insbes. aber auch die Analyse und Abschätzung der ökonomischen und gesellschaftlichen Folgen des Einsatzes. Bachelor und Master Studierende lernen IS zu analysieren, zu planen und in Unternehmen einzuführen sowie am Markt angebotene Hard- und Software auf Einsatzfähigkeit und Einsatzmöglichkeiten für konkrete Anwendungsfälle zu beurteilen („Business drives IT“). Das schließt insbes. betriebswirtschaftliche und auch organisatorische Überlegungen mit ein, z. B. auch die Modellierung und Optimierung von Geschäftsprozessen oder den Einsatz komplexer Standardsoftware wie SAP ERP 6.0 oder ARIS. Da Frauen in vielen interessanten und hochdotierten Wirtschaftsinformatik-, IT- und EDV-Berufen gefragt, aber auf Grund von Vorurteilen leider unterrepräsentiert sind, wird intensiv versucht, auch weibliche Bachelor und Master Studierende an diese Berufe heranzuführen. Das IWI hat den Anspruch Bachelor und Master Studierenden zukunftsfähige, praxisrelevante und damit optimal berufsqualifizierende Kenntnisse und Fertigkeiten, aber auch Theorien, Modelle und wissenschaftliche Methoden zu vermitteln. Einige Lehrveranstaltungen sind flexible „Blended-Learning“-Veranstaltungen und mit nur wenigen Präsenzterminen studierbar (teils auch ATLANTIS Import), viele Lehrveranstaltungen haben als Prüfungsleistung eine interessante Hausarbeit und viele Lehrveranstaltungen beziehen kompetente Dozenten aus der Praxis ein. In allen SAP-Kursen des IWI können angesehene Zertifikate von SAP TERP10 zertifizieren Dozenten erworben werden. Ein Seminar für Bachelor Studierende im Hauptstudium wird jedes Semester angeboten (extern, gesponsert von wechselnden Unternehmen als Seminarpaten). Bachelor und Master Studierende können Bachelor- bzw. Masterarbeiten jederzeit und praktisch angewandt oder theoretisch ausgerichtet beginnen. Bachelor- bzw. Masterarbeiten können auch in Zusammenarbeit mit externen Partnern, z. B. Unternehmen, bearbeitet werden.

Inhalte

Das IWI ist im Grundstudium B. Sc. für die Vorlesung IM und das dazugehörige Tutorium (beides 2. Semester) zuständig. Im Vertiefungsstudium Bachelor ist das IWI schwerpunktmäßig für das Fach WI verantwortlich (Standard- und Speziallehrveranstaltungen, die nur unregelmäßig wiederkehren). Ein Seminar für Studierende im Bachelorvertiefungsstudium wird jedes Semester angeboten. Bachelorarbeiten können praktisch angewandt oder theoretisch ausgerichtet sein und auch in Zusammenarbeit mit externen Partnern bearbeitet werden. Im Masterstudiengang ist das IWI in den Majorn Operations Management and Research, Finance und International Management mit verschiedenen Lehrveranstaltungen aktiv und bietet Masterarbeiten an, die ebenfalls praktisch angewandt oder theoretisch ausgerichtet sein können und auch in Zusammenarbeit mit externen Partnern oder in diversen IWI-Projekten bearbeitet werden können. Generell werden Lehrveranstaltungen angeboten, die die Lehrveranstaltungen der BWL und der angewandten sowie praktischen Informatik ergänzen. Ferner werden wichtige, mathematische Lehrveranstaltungen für Wirtschaftswissenschaftler und Wirtschaftsingenieure geeignet abgehalten. Die Lehre des IWI, insbesondere der Zyklus WI, ist im Stud.IP Lernmanagementsystem ausführlich und stets aktuell dargestellt.

Bezug zu anderen Fächern

WI und IM lassen sich als Querschnittsfächer ideal mit den Fächern Controlling, Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung, Banken und Finanzierung, Versicherungsbetriebslehre, Produktion sowie Marketing und Management kombinieren.

Basisliteratur

  • IWI (2016) Diverse Folien, Materialien und Videostreams des IWI, siehe Stud.IP.
  • Krcmar, H. (2015) Einführung in das Informationsmanagement, Springer Verlag.
  • Krcmar, H. (2015) Informationsmanagement, Springer Verlag.
  • Stahlknecht, P., und Hasenkamp, U. (2009/2013) Einführung in die Wirtschaftsinformatik, Springer Verlag.
  • Hansen, H. R. und Neumann, G. (2009) Wirtschaftsinformatik 1+2, UTB Verlag.
  • Wikipedia (2016) Eintrag „Wirtschaftsinformatik“.
  • Wikipedia (2016) Eintrag „Informationsmanagement“.
  • www.wirtschaftsinformatik.de (2015).
  • Kurbel, K. u. a. (2007) Rahmenempfehlung für die Universitätsausbildung in Wirtschaftsinformatik, Wissenschaftliche Kommission Wirtschaftsinformatik im Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft (VHB) und Fachbereich Wirtschaftsinformatik sowie Präsidium der Gesellschaft für Informatik (GI).